Der Briefkasten als Gestalungselement heute
Sogar Postzusteller haben ihre Freude an ungewöhnlichen Briefkästen
Einst nur vernachlässigtes "Beiwerk", meist aus hässlichem, gehämmertem Blech und lediglich für kleine Standard-Postsendungen geeignet, haben sich Briefkästen heute zum individuellen Design-Element entwickelt. Wer etwas auf sich hält, lässt den Briefkasten zur Visitenkarte seiner eigenen Personality und Lebensauffassung werden und wird ihn auch geschickt ins Grundthema der Haus- und Gartengestaltung einzupassen wissen. Letztendlich versüßt das auch den Postzustellern ihren hektischen und oft recht schnöden Alltag – besonders originelle Briefkästen ermuntern zum Schmunzeln und bieten willkommene Abwechslung von bloßen Briefschlitz-Anlagen riesiger Wohnkomplexe.
Die Grundüberlegung: welcher Briefkasten ist ebenso zweckmäßig wie einzigartig?
Selbstverständlich hat die persönliche Zweckbestimmung des Briefkastens zunächst Vorrang. Wie viele Post wird erwartet; sind auch häufig großformatige Sendungen dabei; ist eine integrierte Zeitungsablage erforderlich und wo und wie muss der Briefkasten angebracht werden? Erst dann kann geklärt werden, ob ein wirklich nützlicher Briefkasten in spezifischen Designs und ausreichend wetterresistenter Materialauswahl erhältlich ist. Um alle Briefkasten Informationen zu sammeln, kann sich der Interessent leider nicht auf die Standard-Sortimente von Bau- und Heimwerkermärkten verlassen – dort ist die Auswahl doch oft manchmal arg begrenzt und entspricht der eigenen Wunschvorstellung überhaupt nicht. Inspirationen lassen sich aber leicht bei einschlägigen Online-Auktionsplattformen sammeln. Denn hier tummeln sich längst zahlreiche Händler, die das Marktsegment "Briefkasten" mit kuriosen Importen aus den USA, handgefertigten Unikaten in mannigfachen Geschmacksrichtungen oder sogar ausgemusterten Restexemplaren von Postzustelldiensten bereichern.
Das Design von Briefkästen kennt heute keine Grenzen mehr – doch Einzelstücke können heftig Geld kosten
Der Briefkasten von heute ist ein harmonischer Bestandteil des Landhausgartens ums Haus, der klassizistischen Schmiedeeisen-Umrahmung eines Grundstücks, des modernistischen Bungalows ebenso wie des US-Fans, der ohne das vom Zusteller nach oben gestellte "Fähnchen" nicht mehr leben will. Exklusive Sonderwünsche wollen aber natürlich angemessen bezahlt sein – denn sogar ein Standard-Briefkasten, der den minimalsten Erfordernissen an Aufbruchsicherheit, Wetterfestigkeit und Aufnahmevermögen entspricht, ist heute nicht mehr billig. Wer in einer ländlichen Region lebt und mit einem höchst einzigartigen Holz-Briefkasten punkten will, sollte sich bei vorhandener handwerklicher Begabung durchaus überlegen, ob er so ein Exemplar nicht in Eigenarbeit gestalten kann.
Die Material-Auswahl des Briefkastens und die Farbe: vermurkster Stil tut jedem weh
Einfach einen Kunststoff-Briefkasten in grellem Rot kaufen, weil er gerade im Räumungsverkauf war – das ist die simple Methode. Wirkt er danach wie eine unerwünschte Geschwulst in einem völlig andersartigen Ensemble des Lebensumfeldes, befremdet dies auch Besucher. Gezielte Suche sollte also wirklich die Basis sein, um alle Briefkasten Informationen für relevante eigene Zwecke zu sammeln und erst dann eine Kaufentscheidung zu treffen, wenn Design, Material und Preis ein abgerundetes Ganzes bilden. Fehlgriffe deklassieren im Endeffekt nicht nur das Erscheinungsbild des gesamten Grundstücks, sondern auch den Besitzer selbst. Fingerspitzengefühl ist also gefragt – denn sogar bei der Gestaltung eines Briefkastens sind die Grenzlinien von der Kunst zum Kitsch häufig fließend. Mieter sollten vor der Anbringung skurriler Briefkästen ohnehin erst nachfragen, ob der Hauseigentümer überhaupt die Erlaubnis dazu gibt.
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am Oktober 18th 2011 in Technik allgemein